Wenn Kinder starke Gefühle haben
Der Umgang mit Wut, Angst und Traurigkeit
Kinder erleben die Welt viel intensiver als wir Erwachsene. Ihre Gefühle sind oft groß, laut, körperlich. Viele Eltern sorgen sich, wenn ihr Kind häufig wütend ist, Ängste entwickelt oder sich stark zurückzieht. Dahinter steckt fast nie „schlechtes Verhalten“, sondern ein Zeichen von Überforderung – emotional oder nervlich.
Viele Eltern glauben, sie müssten diese Gefühle „managen“, beruhigen oder stoppen. Doch Kinder brauchen etwas anderes: Co-Regulation. Sie brauchen einen Erwachsenen, der innerlich stabil bleibt, auch wenn es im Kind tobt.
Wenn dein Kind weint, schreit, sich verweigert oder sich verschließt, zeigt es dir: Ich kann das gerade nicht alleine halten. Es ist kein Angriff auf dich. Es ist ein Hilferuf.
Was hilft?
Nicht: „Beruhig dich.“
Sondern: „Ich bin da.“
Nicht: „Du musst keine Angst haben.“
Sondern: „Du bist nicht allein mit deiner Angst.“
Nicht: „Das ist doch nicht schlimm.“
Sondern: „Ich sehe, dass es für dich gerade groß ist.“
Ihr müsst keine perfekten Eltern sein – ihr müsst präsent sein.
Wenn ihr als Eltern lernt, stark und weich zugleich zu sein, verlieren die großen Gefühle ihre Bedrohlichkeit. Kinder brauchen Erwachsene, die nicht zusammenbrechen oder explodieren, sondern Halt geben.
Und oft beruhigt sich dann nicht nur dein Kind – auch in dir entsteht ein neues Gefühl von Sicherheit – Ich kann das halten.
Wenn du unsicher bist, wie du dein Kind in schwierigen Momenten begleiten kannst, bist du nicht allein. Ich helfe dir, wieder Sicherheit zu finden – für dich und dein Kind.
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